Team Schmidbauer glänzt bei den 126. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2026
Bei den 126. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2026 – ausgetragen vor der traumhaften Kulisse des Opernplatzes in Hannover sowie im renovierten Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid – hat unser Team Schmidbauer auf höchstem nationalen Niveau gekämpft, gestrahlt und Vereinsgeschichte geschrieben.
Das Gold-Märchen von Hannover: Marec Metzger ist deutscher Meister im Stabhochsprung
Was für ein Auftakt im Rahmen der „Finals 2026“ auf dem Opernplatz in Hannover! Bei extrem anspruchsvollen, böigen Windbedingungen, die manchem Favoriten zum Verhängnis wurden, bewies Marec Metzger Nerven aus Stahl. Mit herausragender technischer Konstanz und unerschütterlichem Fokus übersprang er als einziger Athlet der gesamten Konkurrenz die Höhe von 5,40 Metern im entscheidenden Versuch.
Der Lohn für diesen packenden Wettkampf vor tausenden jubelnden Zuschauern: Der erste nationale Titel im Männerbereich und die Goldmedaille!
"Der erste deutsche Meistertitel – unfassbar! Es ist noch mal etwas anderes, als in den Jugendklassen zu gewinnen. Ich bin einfach froh, dass ich zeigen konnte, was in mir steckt", zeigte sich Marec im Anschluss sichtlich überwältigt. "Ich bin gerade ziemlich konstant, was das Springen angeht. Deshalb war ich mir auch sicher, dass ich die 5,30 Meter auslassen kann und direkt auf 5,40 Meter gehe. Ich war überzeugt von mir selbst und bin froh, dass ich es auch beweisen konnte und nicht umsonst gepokert habe. Wir hatten einen schönen Wettkampf, die Temperaturen waren super. Auf dem Steg zu springen ist grundsätzlich immer schön, der hat einen schönen "Bounce", man ist schnell. In der Stadt ist der Wind manchmal ein bisschen komisch, das hat man heute auch gesehen. Mich hat der Wind beim Einspringen auch ein bisschen beeinträchtigt, aber im Wettkampf habe ich das gut hinbekommen. Grundsätzlich finde ich solche Stege in der Stadtmitte immer unfassbar schön und freue mich jedes Mal auf solche Wettkämpfe. Glückwunsch an die anderen beiden und schade für Bo, dass es bei ihm nicht so gut geklappt hat.
Quelle: DM am Donnerstag | Marec Metzger überrascht als Deutscher Stabhochsprung-Meister | leichtathletik.de
Ein Gänsehaut-Moment, der zeigt, wozu unser Team Schmidbauer fähig ist!
Pech beim Stabhochsprung der Frauen
Am Folgetag richteten sich alle Blicke auf den Stabhochsprung-Steg der Frauen. In einem hochkarätig besetzten Feld traten, Lilly Samanski und Chiara Sistermann an. Für Lilly nahm der Wettkampf ein jähes Ende. Ohne gültigen Versuch war das Event gelaufen bevor es wirklich angefangen hatte. So hatte sich die 21 Jährige den Tag nicht vorgestellt und möchte sich so auch nicht vom TSV verabschieden. Bevor das langjährige Mitglied des Team Schmidbauer nämlich nach Potsdam für ein Lehramtsstudium umziehen wird, will sie ein letztes Mal bei den bayerischen Meisterschaften einen Titel gewinnen.
Unter den wachsamen Augen der nationalen Konkurrenz zeigte Chiara einen hochspannenden Wettkampf. Auch sie überwand die Einstiegshöhe erst im dritten Versuch. Fast hätte sie das gleiche Schicksal erfahren, wie Lilly einige Minuten zuvor. Der Dritte Sprung war jedoch "ein Haus über der Latte" - so der Fachjargon der Stabhochspringer. Der Wind sorgte weiterhin für viele Fehlversuche bei allen Teilnehmern. Gleich im ersten Anlauf meisterte sie aber die Marke von 4,30 Metern souverän. Damit sondierte sich die Konkurrenz und ein Nervenkrieg entbrannte. Chiara, die schon viele Sprünge absolviert hatte, musste sich entscheiden - eine Medaille oder die EM-Bestätigungsnorm versuchen. Die Höhe hatte sie bei den vorherigen Versuchen gehabt. Daher fiel die Entscheidung auf das größere Ziel. Leider ohne erfolgreichen Ausgang.
Damit sicherte sie sich einen hervorragenden 5. Platz in der gesamtdeutschen Spitze – schrammte nur hauchdünn an den Medaillenrängen vorbei und bewies einmal mehr, dass das Team Schmidbauer eine feste Bastion im deutschen Stabhochsprung ist. Ein Auftritt voller Energie, Kampfgeist und Eleganz!
Die eigenen Erwartungen nicht erfüllt
Mit großen Erwartungen, hervorragender Form und als Viertschnellste der Jahresbestenliste ging Irina Gorr über die 400 Meter an den Start – das Ziel klar gesteckt: Medaille und neue persönliche Bestleistung.
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Vorlauf (Tag 1): Souveräner Einzug ins Finale. Irina kontrollierte das Rennen von Beginn an, setzte sich auf der Zielgeraden deutlich ab und siegte in hervorragenden 52,01 Sekunden – nur wenige Hundertstel über ihrer Bestzeit. Als Zweitschnellste setzte sie ein starkes Ausrufezeichen an die Konkurrenz.
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Finale (Tag 2): Auf einer optimalen mittleren Bahn lag Irina bis 100 Meter vor dem Ziel voll auf Medaillenkurs. Auf den letzten Metern fehlten jedoch überraschend die Körner: Ihre gewohnte Finish-Stärke blieb aus, sie verlor noch zwei Plätze und überquerte als Fünfte in 52,10 Sekunden die Ziellinie.
Nach dem dramatischen verletzungsbedingten Aus im Vorjahr blieb das Traum-Comeback ohne die ersehnte Medaille. Zudem bangt Irina nun um ihren Startplatz in der deutschen 4x400m-Nationalstaffel für die Europameisterschaften. Wir drücken ihr die Daumen!
Hürdenlauf mit Hürden
Für das Paar Fabian Riegelsberger und Sophie Ochmann war das 400m-Hürden-Event in diesem Jahr etwas ganz Besonderes: Nachdem Fabian im Vorjahr am Start war, Sophie die Qualifikation über die B-Norm jedoch knapp verpasst hatte, standen diesmal beide gemeinsam in ihrer Paradedisziplin an der Startlinie. Sophie Ochmann steigerte ihre persönliche Bestleistung im Laufe der Saison um über eine Sekunde und hakte die Direkt-Norm schon frühzeitig ab. Fabian machte es hingegend spannend und sicherte sich das Ticket für den Wettkampf erst auf den letzten Drücker über die Direkt-Norm.
Beide belohnten sich für den Trainingsfleiß mit engagierten und couragierten Auftritten auf der Bahn: Sophie erkämpfte sich bei den Frauen den 17. Platz, Fabian lief bei den Männern auf den 18. Platz.
Herzlichen Glückwunsch all unseren Kämpfern!