Laufen bis nach Birmingham - Ein Traum geht in Erfüllung!

Nach tollen Wettkämpfen während der anlaufenden Leichathletik-Saison und dem Trainingslager in Südafrika konnte Irina Gorr sich einen Platz in der deutschen 400m-Staffel sichern und mit ihren Zeiten auch die Teilnahme an der Europameisterschaft. Bei der EM in Birmingham trug sie mit einem furiosen Vorlauf zum Finaleinzug der besten Acht in Europa bei. Sie wurde Startläuferin und ging mit Jana Lakner (LG Telis Finanz Regensburg), Luna Bredau (VfL Wolfsburg) und Johanna Martin (1. LAV Rostock) ins Rennen. Irina gab eine solide ersten Runde vor, die die DLV-Auswahl schließlich in 3:28,90 Minuten auf Rang acht ins Ziel brachte. Das Rennen entschieden die Niederlande mit 3:21,10 für sich und sicherten sich damit den EM-Titel vor Großbritannien und Italien. 

So war es für Irina:

Hey Irina, Gratulation zu einer herausragenden EM! Wie lief die Nominierung für dich ab? Warst du überrascht? Und wann kam die Zusage?

Ich war nicht wirklich überrascht, aber auch nicht ganz sicher, ob es reichen würde. Ich hatte mir die Nominierung sehr erhofft und alles dafür getan, was in meiner Macht stand. Danach hieß es einfach abwarten. Als die Nominierung offiziell bekannt gegeben wurde, habe ich mich riesig gefreut, dass es geklappt hat.
Erfahren habe ich davon durch die offizielle Veröffentlichung des DLV.

Was war deine Erwartung an die EM?

Ich habe mir vor allem gewünscht, in der Staffel zum Einsatz zu kommen und meine Leistung auf internationalem Niveau zeigen zu können. Natürlich wollte ich mein Bestes geben und gemeinsam mit dem Team ein möglichst gutes Ergebnis erreichen.

Wurde deine Erwartung erfüllt oder war es anders?

Im Vorlauf konnte ich meine Leistung super abrufen und ein starkes Rennen zeigen. Im Finale ist es mir leider nicht ganz so gut gelungen an diese Leistung anzuknüpfen, aber es war eine sehr wertvolle Erfahrung, aus der ich viel mitnehme.

Wie hast du die EM erlebt – als Athletin, das ganze Drumherum und den Wettkampf?

Es war ein tolles Gefühl, Teil der deutschen Nationalmannschaft zu sein und sich mit den besten Athletinnen Europas zu messen. Die Atmosphäre im Stadion, die Stimmung innerhalb des Teams und die gesamte Organisation haben die Meisterschaft für mich unvergesslich gemacht.

Gab es ein Highlight für dich?

Mein absolutes Highlight dieser EM war der Silbermedaillengewinn von Florian Bremm über 5.000 Meter. Ich habe richtig mitgefiebert und mich unglaublich über seinen Erfolg gefreut!

Was nimmst du von der EM mit für die nächste Saison?

Vor allem nehme ich viel Erfahrung und Motivation mit. Bei meiner ersten EM bin ich auch zum ersten Mal als Startläuferin in der Staffel gelaufen. Das war eine neue Herausforderung für mich, aus der ich viel lernen konnte.

Ich habe lange davon geträumt, sportlich ein Niveau zu erreichen, auf dem ich bei solchen großen internationalen Meisterschaften dabei sein kann. Diesen Traum habe ich mir erfüllt, und darauf bin ich stolz. Gerade weil ich neben dem Leistungssport auch noch arbeite und diese Saison gesundheitlich nicht einfach war, bedeutet mir das besonders viel.

Die EM hat mir aber auch gezeigt, dass ich noch mehr möchte. Mein Ziel ist es, mich weiterzuentwickeln und bei internationalen Meisterschaften nicht nur dabei zu sein, sondern auch auf diesem Niveau starke Leistungen zeigen zu können.

Wir wünschen dabei ganz viel Erfolg!