Wegweisender Meilenstein im Ausbau erneuerbarer Energien
Das GICON®-Höhenwindrad verfolgt das Ziel, die stärkeren und stetigeren Winde in großen Höhen zu nutzen, die herkömmlichen Windkraftanlagen bislang unzugänglich waren. Dadurch kann mehr als doppelt so viel Energie erzeugt werden wie bei klassischen Anlagen. Die neue Technologie eröffnet erstmals die Möglichkeit, bisher ungenutzte Flächen für Windenergie zu nutzen und bereits bestehende Standorte mit einer zweiten Ebene zu nutzen.
Kunde und Auftraggeber
Das Projekt wird von GICON® im Auftrag der beventum GmbH, einer Tochtergesellschaft der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), realisiert. Seit 2025 laufen die Montageschritte der ersten Turmelemente.
Schmidbauer übernimmt zentrale Rolle als Kran- und Engineering-Partner
Beim Aufbau des Windrads handelt es sich um einen weltweit einzigartigen Prototyp, bei dem zunächst sämtliche Hebe- und Montageprozesse neu konzipiert werden mussten. Zudem wiesen die Bauteile keine standardisierten Anschlagpunkte oder rechteckigen Geometrien auf, weshalb umfangreiche Engineering-Leistungen, erforderlich waren.
Schmidbauer stellte für das Projekt das komplette Schwerlast-Equipment bereit und unterstützte zugleich das gesamte Engineering. Dazu gehörten:
- Einsatz eines abgestimmten Setups aus Großraupen-, Mobil- und Telekranen, das sämtliche wesentlichen Hebeprozesse bis in 190 Meter Höhe abdeckt.
- Bereitstellung und fachgerechte Auslegung der Anschlagmitteltechnik, einschließlich Auswahl geeigneter Anschlagmittel, statischer Betrachtungen (z. B. Tragfähigkeit, Winkel, Druckkräfte) sowie Anpassungen an die komplexen Bauteilgeometrien des Prototyps.
Herausforderung Moor – die geotechnischen Besonderheiten
Der Standort des Höhenwindrads könnte kaum anspruchsvoller sein: . Das Fundament liegt mitten im Lausitzer Revier, wo früher Braunkohle im Tagebau abgebaut wurde, wodurch der Boden aus lockerem, heterogenem Auffüllmaterial mit geringer Tragfähigkeit und hohem Grundwasserstand besteht, was aufwendige Gründungsverfahren erforderlich macht. Diese Ereignisse erforderten eine präzise Vorbereitung. Um die Stabilität der Raupen- und Mobilkrane und damit ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten, wurde für jede Maschine eine individuelle Standfläche inklusive spezielle Lastverteilung berechnet.
Fazit: Erfolgreicher Beitrag zum Gelingen eines weltweiten Pionierprojekts
Trotz des Prototypcharakters, der komplexen Bauteile und der herausfordernden Geologie gelang ein sicherer und effizienter Projektfortschritt durch präzises Engineering und erfahrene Einsatzteams. Vor diesem Hintergrund leistet Schmidbauer einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung dieses weltweit einmaligen Vorhabens.
Zukunftsprojekt mit Signalwirkung
Für die Region Brandenburg ist das GICON®-Höhenwindrad ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft. Es versorgt die Region künftig mit klimaneutralem Strom, schafft neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze und stärkt den Technologiestandort Deutschland im Bereich erneuerbarer Energien. Schmidbauer ist stolz, dieses Zukunftsprojekt zu unterstützen.
Leuchtturmprojekt mit starker Kranflotte der Schmidbauer-Gruppe
Raupenkran LR 11350 (PDWB2 – 102 m Ausleger und 72-84 m Wippe): Hauptmontagegerät für die schwersten und höchsten Hebevorgänge sowie zentrale Maschine für die Montageabfolgen ab ca. 60 bis 190 m m Höhe.
Zwei Mobilkrane LTM 1650 (T3YV2EN): Unterstützende Großkrane für Anhebungen im oberen Lastbereich (bis ca. 60m Höhe), teils im Tandemhub.
Zwei Telekrane LTM 1110 (100 t): Flexible Telekrane für vorbereitende und logistische Hebearbeiten.
Telekran LTM 1230: Telekran für mittlere Montagearbeiten und präzise Positionierungen.
Mobilkran LTM 1450: Ergänzender Großkran für schwerere Hebevorgänge im mittleren Lastbereich sowie zur Absicherung der Haupthebeprozesse.
Mobilkran GMK 6400: Unterstützung bei anspruchsvollen Hebetätigkeiten und zur Ergänzung der Großkranlogistik