Zwei Jahre Planung für 370 Tonnen Präzision
Entschwefelungsreaktor sicher zur BAYERNOIL Raffinerie transportiert
Vom 26. Juni bis 7. Juli 2026 realisierte Schmidbauer den Transport eines rund 370 Tonnen schweren Entschwefelungsreaktors von Saal an der Donau zur BAYERNOIL Raffinerie nach Neustadt an der Donau. Bereits zuvor war der Reaktor per Binnenschiff bis zum Hafen in Saal transportiert worden. Von dort übernahm Schmidbauer die letzte Etappe auf der Straße.
Der Entschwefelungsreaktor wird künftig in der Raffinerie eingesetzt, um Kraftstoffe zu entschwefeln, bevor sie später in unseren Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Der eigentliche Schwertransport dauerte zwölf Tage – vorausgegangen waren jedoch rund zwei Jahre intensiver Planung, Abstimmung und Vorbereitung.
Jede Strecke beginnt lange vor dem ersten Kilometer
Damit ein Transport dieser Größenordnung überhaupt möglich wird, muss jeder einzelne Streckenabschnitt im Vorfeld detailliert untersucht und vorbereitet werden.
Bereits während der Planungsphase wurden alle beteiligten Gemeinden und Behörden eng in den Genehmigungsprozess eingebunden. Kanalisationen entlang der Strecke mussten auf ihre Tragfähigkeit überprüft, Oberleitungen zurückgebaut und mehr als 100 Verkehrsschilder umgesetzt werden. Zusätzlich wurden Bäume und Äste bereits im Winter zurückgeschnitten, um die gesetzlichen Vorgaben zum Schutz der Vogelbrut einzuhalten.
Besondere Herausforderungen stellten mehrere Bauwerke entlang der Strecke dar. Drei Brücken über Bundesstraßen und Bahngleise mussten aufwendig zusätzlich unterstützt werden, um die Überfahrt des rund 370 Tonnen schweren Transports sicher zu ermöglichen. Für die Querung der Bahnstrecke wurde diese jeweils nachts zwischen 22:00 und 05:00 Uhr gesperrt und die Gleise temporär überschüttet.
Ergänzend kamen spezielle Brückenüberfahrungssysteme sowie umfangreiche Straßenschutzmaßnahmen zum Einsatz, um die Infrastruktur während des Transports zuverlässig zu schützen.
Präzision auf jedem Meter
Während der gesamten Transportphase arbeiteten zahlreiche Beteiligte eng zusammen. Sechs Schmidbauer Mitarbeitende begleiteten den Reaktor permanent direkt neben der Ladung und standen über Funk kontinuierlich miteinander in Verbindung. So konnten Kurvenfahrten, Engstellen und Abstände in Echtzeit überwacht und koordiniert werden – im durchgehenden Tag- und Nachtschichtbetrieb.
Der erfolgreiche Projektverlauf war das Ergebnis des engen Zusammenspiels aller Beteiligten – von der zweijährigen Vorbereitung bis zur sicheren Durchführung auf der Straße.
Engineering als Schlüssel zum Projekterfolg
Der Transport zeigt eindrucksvoll, dass außergewöhnliche Schwertransporte weit mehr sind als reine Logistik. Sie sind das Ergebnis präziser Planung, technischer Expertise und eines perfekt abgestimmten Projektmanagements.
Erst das Zusammenspiel aus Engineering, Genehmigungsmanagement, Infrastrukturplanung, Transportlogistik und einem erfahrenen Team machte die sichere Durchführung dieses Projekts möglich.
Gemeinsam mit unseren Projektpartnern Kübler Spedition, Lantenhammer und Crane & Logistics Partner konnte der Transport sicher und termingerecht realisiert werden.
Partnerschaftliche Zusammenarbeit
Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Kunden BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH, insbesondere Anna Stecher und Team, sowie unseren Projektpartnern Kübler Spedition, Lantenhammer und Crane & Logistics Partner für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die hervorragende Partnerschaft während des gesamten Projekts.
Ebenso bedanken wir uns bei allen beteiligten Behörden, Einsatzkräften sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrem Engagement und ihrer Expertise zum erfolgreichen Abschluss dieses außergewöhnlichen Projekts beigetragen haben.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll: Außergewöhnliche Schwertransporte beginnen nicht auf der Straße. Sie beginnen mit Engineering, präziser Planung und dem perfekten Zusammenspiel aller Beteiligten.