STAHLBAUDEMONTAGE IM HEIZKRAFTWERK SÜD

Für die Demontage eines 20 m hohen freitragenden Stahlbaus mit 51 m Spannweite und 20 m Breite, der jeweils stirnseitig auf dem Bestandsgebäude aufliegt, waren ca. 2 Monate lang zwei unserer größeren Krane im Einsatz: ein Liebherr LTM 1400-7.1 mit 100 t Ballast und Wippe, 46,3 m HA +35 m (später Umbau auf 70 m Wippe) und ein Demag AC 500-2 mit 160 t Ballast und WIHISSL, 47,2 m HA mit Abspannung und 72 m Wippe. Dabei musste eine Störkante bei 55 m Höhe berücksichtigt sowie Stahlteile bis 12 t bei 72 m Ausladung gehoben werden. Die Demontage des Stahlbaus erfolgte wegen der freitragenden Bauweise und Statik nur von oben nach unten.
 
Zuerst wurde die Fassade des Stahlbaus mit dem 400-Tonnen-Kran und kurzer Wippe abgebaut, um die vorderen Elemente abzutragen. Danach erfolgte der Umbau auf 70 m Wippe, um die hinteren Elemente zu demontieren. Nach dem Aufbau des 500-Tonnen-Krans wurden die großen Stahlbauteile abgehoben – hier fungierte der LTM 1400 als Hilfskran, um die Arbeiter im Personenkorb an die Schnittstellen zu bringen, an denen der AC 500 die Schwerteile heraushob.
 
Eine Herausforderung waren die sehr beengten Platzverhältnisse: der Standplatz für beide Krane betrug lediglich 30 x 20 Meter. Der Aufbau der Wippe erfolgte auf der Zufahrtsstrasse, erst danach konnten die Krane in die Arbeitsposition fahren und anschließend dort aufballastiert werden.
Außerdem war der Auf- und Abbau der Krane nur nacheinander und nur samstags bzw. nachts möglich.
Aber die beiden Großkrane haben ihre Arbeit am HKW Süd an der Isar in München erfolgreich verrichtet und freuen sich auf baldige Fortsetzung des Projekts.

 

Einsatzort: München, Deutschland

Einsatzzeitraum: Juli 2019